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Album-VÖ "Für immer und Selig": 22. November '99

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Mitte der Neunziger sorgten Selig mit ihrer facettenreichen, energischen Musik für Furore und übernahmen mit ihren wilden, persönlichen Texten die Vorreiter-Rolle für viele weitere deutschsprachige Rock-Bands. 1993 in Hamburg gegründet, spielten Jan Plewka (Gesang), Malte Neumann (Keyboards), Christian Neander (Gitarre), Leo Schmidthals Bass) und Stephan "Stoppel" Eggert (Schlagzeug) zunächst in kleinen Clubs im Raum der Hansestadt. Ein Demo erbrachte schließlich den sehnlichst erwarteten Plattenvertrag und knapp ein Jahr später - genauer gesagt im März 1994 - erschien das selbstbetitelte Debütalbum von Selig. Dank unzähliger Auftritte - als Headliner in den kleinsten Clubs der Republik oder etwa als Support der Freaky Fuckin’ Weirdoz - erspielte sich die Band ein treues Publikum. Lohn der Anstrengungen: "Selig" platzierte sich unter den Top-40 der deutschen Album-Charts, in Österreich belegte man sogar Rang 12 der Hitparade. Die Clips zu den Singles "Sie hat geschrien" und "Wenn ich wollte" erhielten massig Plays bei den TV-Musikkanälen, letzterer wurde mit einem Echo ausgezeichnet. Selig hatten es mit ihrem Debüt geschafft, sich als feste Größe in der hiesigen Rocklandschaft etabliert.

Beste Voraussetzungen also für das zweite Album des Quintetts. "Hier:" erschien im Mai 1995 und vereinte alle Stärken der Band: eigenständige Rocksongs mit 70’s-Flair, die von Psychedelik und Alternative beeinflusst waren, sowie Texte, in denen kein Blatt vor den Mund genommen wurde ("Arsch einer Göttin"). Auf einer nahezu ausverkauften Headliner-Tour und bei diversen Festivals - "Rock am Ring", "Strange Noise" - unterstrichen Selig mit ihrem "Hippie-Metal" (O-Ton der Band) ihre Live-Qualitäten, und "Hier:" landete in den Top-20 der deutschen Album-Charts.

"Beinahe wäre die Band an dem ganzen Medienrummel zerbrochen", sagte Keyboarder Malte 1997 in einem Interview. Auflösen oder etwas Neues kreieren lautete das Credo - Selig entschieden sich für letzteres und schickten im Sommer ‘97 das Album "Blender" ins Rennen, das zum großen Teil in New York aufgenommen wurde. Die Band präsentierte sich nun in einem anderen Gewand: Man experimentierte mit Loops und orientierte sich mehr in Richtung Pop. Aufgelöst haben sich Selig trotz ihrer bis dato reifsten Scheibe schließlich trotzdem.

Doch nun erinnert das Best-Of-Album "Für immer und Selig" - erscheint als CD + Bonus CD - an die Highlights und den Ausnahmestatus der Norddeutschen. Die erste Disk präsentiert natürlich alle großen und heimlichen Hits von Selig: Da darf "Bruderlos" (war einer der Live-Standards von Selig) ebenso wenig fehlen wie "Sie hat geschrien", "Kleine Schwester", "Wenn ich wollte" oder das Bob-Dylan-Cover "Knockin’ On Heavens Door", der Titelsong zum gleichnamigen Kino-Hit mit Til Schweiger. Die Songs "Ist es wichtig?" sowie "Popstar" ertönen zudem in neuen Mixen von Selig-Hausproduzent Frank Plasa.Die Bonus CD (Nummer 2) beinhaltet Live-Mitschnitte, B-Seiten, Session-Takes sowie drei Videos ("Wenn ich wollte", "Bruderlos" und "Ohne dich") im CD-Extra-Format.

[Promosheet]


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